Hasel

Der Hasel

Verbreitung und Lebensraum

Der Hasel bewohnt überwiegend hartgründige Fließgewässer von der Forellen- bis zur Barbenregion in Europa, Sibirien und Kasachstan. Er ist auch in Fluss- und Stauseen anzutreffen ansonsten in stehenden Gewässern aber seltener. Bevorzugt hält er sich in Klarwasserbereichen, vorwiegend in Beruhigungszonen oder langsam strömenden Abschnitten auf. In Deutschland ist der Hasel im gesamten Bundesgebiet zu finden, wobei die Bestandsdichte von Süden nach Norden hin abnimmt. In Österreich ist die Art ebenfalls weit verbreitet und in der Schweiz ist sie in größeren Gewässern im Einzugsgebiet des Rheins anzutreffen. Vereinzelte Populationen in schweizerischen Bergseen sind wahrscheinlich auf entkommene oder freigelassene Köderfische zurückzuführen.

Merkmale

Der spindelförmige und leicht abgeflachte Körper des Hasels erreicht nur selten eine Gesamtlänge von mehr 25 Zentimeter. Die Mundspalte ist klein, nur wenig angeschrägt und etwas unterständig. Sie erreicht nicht den Augenrand und wird von der Schnauze etwas überragt. Der äußere Rand von Rücken- und Afterflosse ist konkav, die Schwanzflosse ist deutlich eingekerbt. Auf dem Rücken ist der Hasel bläulich-grünlich oder stahlblau gefärbt, die Seiten und der Bauch glänzen silbrig oder sind gelblichweiß. Die Brust- und Bauchflossen sind von hellgrauer bis gelblicher Farbe und zeigen gelegentlich einen rötlichen Schimmer, der aber weniger intensiv ausfällt als beispielsweise beim Döbel (Leuciscus cephalus). Die Rücken- und Afterflosse sind grau bis graugrünlich.

Außerhalb der Laichzeit zeigt der Hasel keinen augenfälligen Geschlechtsdimorphismus, lediglich die Brust- und Bauchflossen sind bei männlichen Tieren geringfügig länger. In der Fortpflanzungsperiode bilden die Männchen einen feinkörnigen Laichausschlag aus, der sich über die Stirn, die Körperseiten bis zum Bauch erstreckt. Auch an den Brustflossen und in geringerem Maß an den Bauchflossen finden sich die Perlorgane.

Die Anzahl der mittelgroßen Schuppen entlang der Seitenlinie ist relativ variabel. In den meisten Fällen bewegt sie sich zwischen 47 und 52, schwankt aber insgesamt zwischen 45 und 55.

Lebensweise

Der scheue und sehr schnelle Schwimmer ist ein geselliger Schwarmfisch. Sein Nahrungsspektrum ist breit gefächert, zum überwiegenden Teil ernährt sich der Hasel von im Wasser lebenden Wirbellosen oder Larven und Algen. Ferner nimmt er aber auch Anflugnahrung und gelegentlich höhere Wasserpflanzen oder Samen von Uferpflanzen auf. Die Nahrungssuche findet in allen

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